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Das interaktive Whiteboard, Computer und Internet in der Grundschule

Fehler im eigenen Erklärvideo–was tun?

Ein Kommentar

imageDas kann passieren. Man hat ein eigenen Erklärvideo erstellt und bemerkt nach dem Erstellen, Hochladen und Veröffentlichen einen Fehler. Das heißt genauer: NACH erheblicher Arbeit, vielleicht eine Stunde oder mehr. Manchmal braucht man für den gesprochenen Kommentar auch mehrere “Anläufe”. Was tun?

Es kommt drauf… Auf den Fehler Zwinkerndes Smiley

Und auf eine Grundhaltung. Legt man es auf Perfektionismus an und will man mit kommerziellen Produkten “konkurrieren”? Oder darf es auch mal eine Ungenauigkeit sein, auch mal authentisch und “aus dem Leben”?

Vorab: Für die Grundschule und aufgrund der Tatsache, dass ich vor allem für die Schüler/-innen in meinem Umfeld produziere, möchte ich es gerne lebendig und flexibel halten. Daher ist es wichtig, zwischen wirklichen Fehler und Ungenauigkeiten zu unterscheiden. Ich arbeite gerne mit eigenen Erklärvideos, finde den Aufwand aber so groß, dass ich da immer wieder das richtige Maß finden muss.

 

Fehlerbeispiele (…so z.T.  aus meinen Videos)

1. Beim Screencast (Bildschirmaufnahme) sieht man, wie ich in SMART Notebook klicke (ein Rahmen erscheint am Objekt), ich muss einen Text doch noch in den Vordergrund schieben (“Reihenfolge”), damit man ihn lesen kann.

Kommentar: Das hätte ich vorher machen und besser/öfter proben können/ sollen. So sehen die Schüler/-innen ab er auch, wie das Video gemacht ist (wir arbeiten auch mit SMART Notebook). Ziel ist zwar immer eine rundum gelungene Produktion, aber nicht immer gelingt in angemessenem Zeit/Aufwand-Verhältnis.

Lösung: So ein Fehler lässt sich nicht schnell bereinigen, eine Neuaufnahme wäre nötig (eventuell auch Schnitt in Camtasia und teilweise nur neu, aber auch das ist zeitaufwendig). So ein Fehler beeinträchtigt nicht die inhaltliche Richtigkeit! Mein Perfektionismus ist “angeknackst”, aber ich lasse das so. Das Video ist online!

 

2. Beim Screencast erkläre ich, wie man Schrift in einem Textprogramm formatiert. An einer Stelle spreche ich z.B. von “Schriftart”, markiere aber gerade am Bildschirm ein zur “Schriftfarbe”., mache dann aber genau das Richtige weiter mit den richtigen Begriffen. Ich habe also nur einmal einen falschen Begriff gewählt.

Kommentar: Interessanterweise fällt genau so ein Fehler vielen Schüler/-innen auf, die in ihren eigenen Texten kaum Fehler finden Zwinkerndes Smiley   . Hier ist inhaltlich etwas falsch. Im Zusammenhang (alle Formatierungen werden richtig gezeigt und erklärt und anschaulich untereinander dargestellt) ist dieser Fehler aber zu vernachlässigen, weil keine falsche Einsicht bei der/ beim Betrachter/-in daraus erfolgt.

Lösung: Lass es so! Der Videoersteller ist auch nur ein Mensch. In der nächsten Version wird es verbessert.

 

3. In einem Mathematikvideo werden falsche Fachbegriffe benutzt.

Kommentar: Das geht nicht. Das passiert manchmal, wenn man solange vereinfacht, bis aus Fachsprache Umgangssprache wird, damit man die Betrachter auch “anspricht”. Wer passt sich an wen an? Das Niveau des Materials (hier das Erklärvideo) an die Schüler/-innen oder die Schüler/-innen an das Material? Dieses Problem entsteht auch bei Arbeitsblättern und Aufgaben.

Lösung: Besser ist es, Erklärvideos verschiedener Niveaustufen zu erstellen (noch mehr Arbeit…) und/oder noch weitere Hilfesysteme wie Hilfekarten zu nutzen (hier z.B. mit Listen mit Fachwörtern und Kurzerklärungen in Wort und Bild). Das Video kann man mit einem solchen Fehler bei Fachbegriffen nicht nutzen und veröffentlichen. Mathematik ist…. schwierig Zwinkerndes Smiley .

Ein Kommentar zu “Fehler im eigenen Erklärvideo–was tun?

  1. Danke für den Blogbeitrag!

    Die Situation kenne ich auch.

    Ähnliche Überlegungen stellen sich auch Schüler, wenn sie für den Unterricht Filme produzieren und Fehlerhaftes rückgemeldet bekommen.

    Mir fällt auf, dass es als Lösung bei dir nur „Behalten“ oder „Verwerfen“ gibt.
    Ich bemühe mich gerade von Schülern flexible Filme erstellen zu lassen, die mit recht wenig Arbeitsaufwandt korrigiert werden können.

    Das klappt, wenn die Filmgrundlage eine Präsentation ist (die einzelnen Folien liegen noch vor und können problemlos verändert werden) und wenn die Audiospuren den einzelnen Folien zugeordnet wurden. Dann kann man sie später mit wenig Aufwandt austauschen.

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